Henrike Hahn auf dem Podium, mit Mikrofon in der Hand und Europaflagge vorne im Bild

„Jugendforum für Europa“: Europa und der Green Deal

Am 26. Oktober 2020 war ich im Bayerischen Landtag beim „Jugendforum für Europa“ zu Gast – das ging wunderbar, trotz Corona-Epidemie – im Einklang mit entsprechenden Sicherheitsmassnahmen. Zu dieser Veranstaltung hat mich der Bayerische Landtag in Kooperation mit dem Centrum für angewandte Politikforschung (CAP) der Ludwig-Maximilians-Universität und dem Verbindungsbüro des Europäischen Parlaments anlässlich der deutschen EU-Ratspräsidentschaft eingeladen. Das Jugendforum war wieder einmal eine wunderbare Gelegenheit mit Schülerinnen und Schülern zu diskutieren. Ich nehme immer unheimlich viel mit von solchen Diskussionen, was junge Menschen in Bayern über die EU und die Themen denken, die für Europas Zukunft wichtig sind.

Henrike Hahn auf der Bühne mit Mikrofon

Copyright: Bildarchiv Bayerischer Landtag, Foto: Rolf Post

Das ‚Jugendforum für Europa‘ bietet Schülerinnen und Schüler in Deutschland die Möglichkeit, sich mit Europapolitik auseinanderzusetzen und dabei Einblicke in die Europapolitik und die Arbeit von EU-Institutionen zu erhalten. Beim Jugendforum in München stand als Thema der European Green Deal im Zentrum. Der Green Deal ist zentrales Thema meiner Arbeit im Parlament – und dabei besonders die ökologisch-soziale Transformation der Wirtschaft im Einklang mit den Pariser Klimazielen. Schon im Vorfeld der Veranstaltung hatten sich Schülerinnen und Schüler vier bayerischer Schulen in Workshops mit dem Thema befasst und Ideen und Vorschläge zu den Fragen erarbeitet: Was bedeutet der Green Deal für unsere Zukunft, also auch für die Zukunft der Jugendlichen in Europa? Was kann und muss in Europa und Bayern in den Bereichen Mobilität, Ernährung, Wirtschaft und Umweltschutz besser gemacht werden?

Spannend war bei der Diskussion auch: Die Mehrheit der Schülerinnen und Schüler sieht Europa grundsätzlich gut für die Zukunft vorbereitet. Aber es gibt auch viele offene Fragen. Die meisten Jugendlichen finden auch, dass der Green Deal ein guter Anfang im Bereich Klimaschutz ist. Allerdings gehen die europapolitischen Maßnahmen für viele noch nicht weit genug. Das geht mir persönlich auch so. Beispiel Klimagesetz: Anfang Oktober haben wir im Europäischen Parlament für eine Reduktion der Treibhausgasemissionen um 60 % bis 2050 gestimmt. Die Grüne Fraktion/EFA im Europaparlament fordert 65%, so wie die Wissenschaft – um unsere Klimaziele erreichen zu können, geht es um jeden Prozentpunkt. Trotzdem war das per se ein ungeheurer grüner Verhandlungserfolg, weil bisher noch keine europäische Institution so weit gegangen ist.  Natürlich haben wir damit aber noch längst nicht alle unsere Ziele erreicht.

Deutlich wurde auch, dass viele Schülerinnen und Schüler sich vom Europapolitik wünschen, dass junge Menschen stärker in die Zukunftsgestaltung Europas einbezogen werden. Das geht zum Beispiel, indem wir in der EU stark auf Zukunftsthemen setzen. Im Rahmen des European Green Deal müssen wir besonders den Klima- und Umweltschutz, aber auch die Digitalisierung und Forschung vorantreiben. Eine lebenswerte Zukunft mit Entfaltungsmöglichkeiten bei der Ausbildung, Erasmus und der Forschungsmöglichkeit an Hochschulen – das sind nur ein paar Beispiele von vielen. Diese Themen müssen in den neuen mehrjährigen Finanzrahmen, also den EU-Haushalt, der EU Eingang finden und noch stärker als bisher gefördert werden. .

Ich habe mich unheimlich gefreut, bei dieser Veranstaltung so grosses Interesse an Europapolitik zu sehen und habe unheimlich viel davon mitgenommen. Mein Appell: Bitte macht unbedingt weiter so! Mischt Euch ein, stellt weiter klare Forderungen an die Europäische Union und die Europapolitik. Schreibt uns Abgeordneten, widersprecht uns oder ermutigt uns, kommentiert unsere Arbeit auf den Social Media und lasst uns hören, was Euch bewegt! Denn Europa, das sind wir alle.

Herzlichen Dank an das Centrum für angewandte Politikforschung (CAP) der Ludwig-Maximilians-Universität München, das Verbindungsbüro des Europäischen Parlaments in München für die Organisation sowie an das Bundespresseamt für die Förderung der Veranstaltung.

Auf der Seite des Bayerischen Landtags könnt Ihr eine Zusammenfassung der Veranstaltung ansehen:
https://www.bayern.landtag.de/aktuelles/blick-nach-europa/jugendforum-fuer-europa/

 

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